DIN EN ISO 16739

IFC

Die DIN EN ISO 16739 „Industry Foundation Classes (IFC) für den Datenaustausch in der Bauindustrie und im Anlagenmanagement“ definiert den Austausch von Bauwerksmodellen zwischen Softwareanwendungen. Diese Norm entspricht dem von buildingSMART entwickelten Standard IFC4, der seit 2013 als ISO 16739, seit 2016 als EN ISO 16739 und seit 2017 als DIN EN ISO 16739 eingeführt ist.
Mit IFC können Bauwerksinformationsmodelle softwareübergreifend ausgetauscht werden. IFC erlaubt sowohl die Repräsentation von Projekt- und Raumstrukturen (Projekt – Liegenschaft – Bauwerk – Geschoss – Bereich – Raum – Raumzonen – Bauteile) als auch die Aggregation einzelner Modellelemente zu Systemen. Zudem sind logische Beziehungen zwischen Modellelementen abbildbar. So können z.B. Informationen der folgenden Art abgebildet werden: Fenster 1 befindet sich in Öffnung 3 und Öffnung 3 befindet sich in Wand 45. Derartige Beziehung erlauben vielfältige Auswertungen von Bauwerksinformationsmodellen. Über diese logischen Beziehungen hinaus können Räume und Bauteile sowohl geometrisch in 3D als auch alphanumerisch beschrieben werden. Die alphanumerische Beschreibung erfolgt durch Eigenschaften (Properties). Für eine grobe Beschreibung von Bauteilen sind in IFC standardisierte Property Sets definiert. Darüber hinaus können auch freie Eigenschaften transportiert werden. Als standardisierte Grundlage für Bauteileigenschaften wird die Anwendung der BIM-Klassifikation nach STLB-Bau (DIN SPEC 91400) empfohlen.
Die Verbindung von IFC Bauwerksmodell und GAEB-Leistungsverzeichnissen ist in DIN SPEC 91350 definiert.